Einrichtungen

Unsere Stadt ist geprägt von einer Vielzahl von Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und von einem umfassenden Angebot an Schulen. Bei der Betrachtung der folgenden Zeilen und Seiten, die Ihnen einen kurzen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten geben, werden Sie feststellen, warum Flörsheim auch als familienfreundliche Stadt am Untermain bezeichnet wird.

Die Geschichte der Kinderbetreuung in Flörsheim beginnt zunächst im Jahr 1860 mit dem Kindergarten St. Michael in der heutigen Altstadt. Für viele Jahrzehnte, bis weit in das 20. Jahrhundert, war St. Michael das Symbol für den Kindergarten und die Kinderbetreuung in Flörsheim. Parallel zur Entwicklung der Stadt in den vergangenen hundert Jahren und durch die Einführung des Rechtsanspruches im Jahr 1996 wuchs auch das Angebot an Kindergärten kontinuierlich. Seit Sommer 2002 sind in Flörsheim insgesamt 10 Einrichtungen vorhanden, die alle im Laufe der Zeit den Wandel vom klassischen Kindergarten zur modernen Kindertagesstätte mit Ganztagsbetreuung vollzogen haben. Heute stehen im gesamten Stadtgebiet 805 Kindergartenplätze zur Verfügung. Die Stadt Flörsheim am Main kann in Zusammenarbeit mit den freien Trägern vor Ort allen Kindern ab dem 3. Lebensjahr einen Kindergartenplatz anbieten und erfüllt somit den Rechtsanspruch.

Ein wichtiges Anliegen aller Einrichtungen ist der Bildungsaspekt. Galten Kindergärten über Jahrzehnte hinweg als reine Erziehungsanstalten, stehen sie heute vor einem Wandel zu einer Bildungseinrichtung. Neben den zahlreichen unterschiedlichen pädagogischen Projekten in den Einrichtungen bietet die Stadt u. a. Sprachförderkurse in nahezu allen städtischen und konfessionellen Kindertagesstätten an. Im Jahr 2005 wurden zudem auch Qualitätsanalysen von externen Gutachtern durchgeführt und deren Ergebnisse umgesetzt.

Neben den Angeboten für die drei- bis sechsjährigen Kinder bietet die Stadt Flörsheim am Main aber auch ein umfangreiches Angebot für Schulkinder an. So besteht an allen vier Grundschulen im Stadtgebiet eine außerschulische Betreuungsmöglichkeit bis in den Nachmittag mit einem Angebot an Mittagsverpflegung. Zudem ist an allen Schulstandorten durch den Kinderhort an der Riedschule, dem Ilse-Kahn-Haus, der Betreuung an der Goldbornschule, der Kindertagesstätte St. Katharina und der Kindertagesstätte Frankfurter Straße eine Betreuung der Schulkinder bis mindestens 16 Uhr gewährleistet.

Ein weiteres wichtiges Element ist die Betreuung der Unter-Dreijährigen. Da eine Betreuung für Kinder dieses Alters in den vergangenen Jahren immer häufiger nachgefragt wurde, hat die Stadt Flörsheim am Main sich in Zusammenarbeit mit den katholischen Kindertagesstätten St. Michael und St. Josef dazu entschieden, eine Betreuungsmöglichkeit für die Unter-Dreijährigen zu schaffen. So stehen heute in beiden Einrichtungen bis zu 18 Plätze für Kinder ab 18 Monten bis drei Jahre zur Verfügung. Neben der institutionellen Betreuung dieser Kinder vermittelt die Stadt aber auch Tagesmütter, die durch den Main-Taunus-Kreis geschult und qualifiziert werden.

Ein weiteres Merkmal aller Kinderbetreuungseinrichtungen in unserer Stadt ist das sogenannte Modulsystem. Dieses System, welches einheitlich im Jahr 2002 eingeführt wurde, ermöglicht es den Eltern, den Besuch ihres Kindes in der Kindertagesstätte oder in einer Betreuungseinrichtung für Schulkinder entsprechend ihrem persönlichen Bedarf anzupassen. Die Eltern haben somit die Möglichkeit den Betreuungsbedarf und die Höhe der zu entrichtenden Gebühr selbst zu bestimmen. Eine Ausnahme von dieser Regelung besteht lediglich in den Kindertagesstätten für die Zeit von 7:30 bis 12:30 Uhr. Der Besuch des Kindergartens in diesem Zeitfenster ist obligatorisch, damit eine pädagogisch sinnvolle und vernünftige Arbeit mit den Kindern umgesetzt werden kann.

Neben der Kinderbetreuung hat unsere Stadt auch im schulischen Bereich einen sehr guten Ruf. So gibt es im gesamten Stadtgebiet vier Grundschulen, eine Haupt- und Realschule sowie ein Gymnasium. In den Bau der Paul-Maar-Schule, der Sophie-Scholl-Schule und der Renovierung wie Sanierung des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums sind in den vergangenen Jahren weit mehr als 20 Millionen Euro durch den Main-Taunus-Kreis geflossen. An allen Schulen gibt es Büchereien und Sporthallen. An beiden weiterführenden Schulen besteht die Möglichkeit einer Ganztagsbetreuung mit Mittagsverpflegung. Neben den zahlreichen AG’s unterhalten sowohl das Gymnasium als auch die Haupt- und Realschule gute Kontakte zu ausländischen Schulen in Frankreich, Polen, England und den USA. Der hohe Anteil an auswärtigen Kindern aus den Nachbargemeinden an unseren weiterführenden Schulen ist der beste Beweis für die Qualität unserer Schulen.