In Flörsheim am Main leben derzeit rund 5000 Mitbürgerinnen und Mitbürger ab 60 Jahren. Die Seniorinnen und Senioren finden vor Ort ein facettenreiches Angebot vor. Dies ist insbesondere auf das vielfältige Engagement der Verbände, Vereine und sozialen Einrichtungen zurückzuführen.
Die Berücksichtigung der Belange älterer Menschen ist also in Flörsheim kein Neuland. Gleichwohl gilt es – auch mit Blick auf die demographische Entwicklung – das Angebot für Seniorinnen und Senioren stetig bedarfsgerecht zu verbessern.
Wie kann das am besten geschehen? Werden die Belange der älteren Menschen unserer Stadt durch die bestehenden kommunalpolitischen Gremien ausreichend vertreten, um die stetige Optimierung eines seniorenspezifischen Angebots zu gewährleisten? Sollten die Seniorinnen und Senioren ihre Interessen in einem entsprechenden Gremium selber formulieren?
Im Rahmen eines Gesprächsabends erörterte Bürgermeister Michael Antenbrink diese Fragen mit Vertretern von Seniorenclubs, Fraktionen und Vereinen sowie von sozialen Einrichtungen und Institutionen aus Flörsheim. Informationen zu der Arbeit von Senioreninteressenvertretungen lieferte Renate Klingelhöfer, Vorstandsmitglied der Landesseniorenvertretung und Vorsitzende des Seniorenbeirates Wetteraukreis. Eine Präsentation des städtischen Seniorenbüros gab Einblick in mögliche grundlegende Aufgaben und lieferte Anregungen für mögliche Formen der Zusammensetzung und Wahl einer Interessenvertretung für Senioren.
Die Anwesenden hatten Gelegenheit, mit Hilfe der Beantwortung verschiedener Fragen ein Stimmungsbild zu schaffen.
Die Auswertung der 26 ausgefüllten Fragebögen hat ergeben, dass die Befragten ausnahmslos Bedarf für eine Seniorenvertretung sehen. Diese sollte nach ihren Vorstellungen eher unabhängig sein, mit Vertretern aus den verschiedenen Stadtteilen repräsentativ besetzt und mit eigenen Finanzmittel ausgestattet. Darüber hinaus sollte die Seniorenvertretung als fester Ansprechpartner für die älteren Mitbürger fungieren und auch das städtische Freizeitangebot für Senioren mitgestalten.
Die Auswertung des Fragebogens sowie die Präsentation des städtischen Seniorenbüros können eingesehen werden.
